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Das gilt auch für den Landkreis Sigmaringen“, erklärt Adrian Schiefer, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Arbeitsschutz. Der geringe Wasserstand fördert den Algenwuchs, die natürliche Selbstreinigung der Gewässer nimmt ab und die Schadstoffkonzentration damit zu. Sonneneinstrahlung und Hitze sorgen für eine hohe Wassertemperatur und damit einen verminderten Sauerstoffgehalt im Wasser. „Eine weitere Abnahme der Wasserführung kann zu einem Fischsterben führen“ warnt Schiefer.
 
Deutlich wird die Situation anhand der Abflussmessungen an der Donau am Pegel in Hundersingen. Aus langjährigen Messreihen seit 1929 ermittelt sich ein mittlerer Abfluss für den Monat August von 13,7 m³/s. Derzeit fließt hier mit 6,5 m³/s nur zirka halb so viel Wasser ab, mit weiterhin fallender Tendenz. An der Ostrach stellt sich die Lage ähnlich dar. Hier wurden die geringsten Werte gemessen, die seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1993 erfasst wurden. Der Andelsbach führt zwischen Gampenhof bis hinter Denkingen stellenweise über längere Strecken überhaupt kein Wasser mehr und ist völlig ausgetrocknet.
 
Das gestrige Gewitter brachte auch keine Besserung. Fachbereichsleiter Schiefer: „Im Raum Ertingen, wo es am meisten regnete stieg der Abfluss der Schwarzach von 0,5 m³/s auf 2 m³/s. Innerhalb von 6 Stunden ist er wieder auf unter 1 m³/s abgesunken. Dies zeigt, dass die Bodenwasserspeicher weiterhin leer bleiben.“
 
Nachdem eine deutliche Änderung der Wetterlage nicht in Sicht ist, wird sich der Wasserstand an den Gewässern so schnell nicht regulieren. Daher hat die Behörde das Verbot zunächst für drei Wochen verhängt.
 
Weiterhin erlaubt bleibt das Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen. Das Entnahmeverbot gilt sowohl für alle Wasserentnahmen im Rahmen des Allgemeingebrauchs als auch für alle bisher genehmigten Wasserentnahmen, wie für die Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen. „Wir raten Landwirten, bei der Versorgung von Jungpflanzen auf die öffentliche Wasserversorgung zurückzugreifen. Werden größere Wassermengen benötigt, sollten sich die Landwirte direkt mit dem örtlichen Wasserversorgungsunternehmen in Verbindung setzen.“ empfiehlt Schiefer.
 
Das Landratsamt hofft auf Verständnis bei den Landwirten und steht gerne beratend zur Seite.
 
Wer das Verbot ignoriert riskiert ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro. Der Landkreis hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die auf der Homepage der Kreisverwaltung veröffentlicht wird.
 
Quelle: www.landkreis-sigmaringen.de

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